Tatjana Gräfin Dönhoff
Tatjana Gräfin Dönhoff wurde 1959 in München geboren und ist eine deutsche Journalistin, Autorin und Medienunternehmerin. Sie wuchs nicht an einem festen Ort auf, sondern verbrachte ihre Kindheit und Jugend in sehr unterschiedlichen Ländern, unter anderem in Tansania, Irland und Deutschland. Diese internationale Prägung spielte später auch in ihrer beruflichen Entwicklung eine Rolle, da sie sich früh für Politik, Gesellschaft und internationale Zusammenhänge interessierte.
Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Verlagskauffrau beim Kölner Stadt-Anzeiger. Anschließend studierte sie in Hamburg Politik, Geschichte und Journalistik und schloss ihr Studium als Diplom-Politologin ab. Der Einstieg in den Journalismus erfolgte in den 1980er-Jahren beim Magazin Stern, wo sie als Reporterin arbeitete und journalistische Erfahrungen in unterschiedlichen Themenbereichen sammelte.
In dieser Zeit arbeitete sie sowohl in Deutschland als auch im Ausland. 1989 erhielt sie ein Stipendium des Arthur F. Burns Fellowships und war in den USA beim Philadelphia Inquirer tätig. Nach dem Fall der Berliner Mauer berichtete sie für den Stern aus den neuen Bundesländern und beschäftigte sich journalistisch mit den gesellschaftlichen Veränderungen der deutschen Einheit.
In den 1990er-Jahren arbeitete sie international weiter, unter anderem in London als Senior Reporter beim Magazin The European. Danach wechselte sie in den Verlags- und Medienbereich und war bei Gruner + Jahr an der Entwicklung verschiedener Magazine beteiligt, darunter das Prominentenmagazin Gala. Sie übernahm dort redaktionelle und beratende Funktionen und arbeitete später auch für weitere Medienprojekte in Hamburg.
Ab den 2000er-Jahren verlagerte sie ihren Schwerpunkt stärker auf eigene publizistische Projekte und Buchveröffentlichungen. Sie gründete zudem ein Medienunternehmen und arbeitete im Bereich Corporate Publishing und journalistische Konzepte.
Als Autorin beschäftigt sie sich vor allem mit historischen Themen, Biografien und Zeitgeschichte. Besonders bekannt wurde sie durch Bücher, die sich mit Flucht- und Erinnerungsgeschichten sowie mit historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts befassen, darunter auch Projekte zur deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.
